Wie berechne ich den Korrelationskoeffizienten?
Leg eine Tabelle mit x, y, xy, x² und y² für jeden Punkt an und addiere jede Spalte. Dann ist r = (nΣxy minus ΣxΣy) / √((nΣx² minus (Σx)²)(nΣy² minus (Σy)²)). Für x = 1 bis 5 und y = 2, 4, 5, 4, 5 ist das 30 / √(50 × 30) = √15/5, etwa 0,7746. Füge oben deine eigenen Spalten ein, und die Seite füllt die Formel genauso aus.
Ab wann ist ein Korrelationskoeffizient stark?
Dieser Rechner nennt |r| ab 0,7 stark, 0,4 bis unter 0,7 mäßig, 0,1 bis unter 0,4 schwach und unter 0,1 keine lineare Korrelation. Das sind verbreitete Lehrbuchgrenzen, keine allgemeingültigen: Im Physiklabor kann 0,9 enttäuschen, in den Sozialwissenschaften kann 0,4 ein bemerkenswertes Ergebnis sein.
Was ist der Unterschied zwischen r und r²?
r hat ein Vorzeichen, r² nicht. r nennt Richtung und Stärke; r² nennt den Anteil der Streuung von y, den die Ausgleichsgerade erklärt. r = 0,7746 ergibt r² = 0,6, die Gerade erklärt also 60 % der Streuung und lässt 40 % als Streuung um die Gerade übrig.
Kann der Korrelationskoeffizient größer als 1 sein?
Nein. r liegt immer zwischen -1 und 1 und erreicht eines der beiden Enden nur, wenn jeder Punkt auf einer Geraden liegt. Ein Ergebnis über 1 heißt, dass eine Summe falsch ist, meistens Σx², berechnet als (Σx)².
Heißt eine hohe Korrelation, dass das eine das andere verursacht?
Nein. Sie heißt, dass sich beide in diesen Daten gemeinsam bewegen. Ein dritter Faktor kann beide antreiben, so wie heißes Wetter sowohl den Eisverkauf als auch Badeunfälle steigen lässt, oder die Ursache läuft andersherum. Eine Ursache zu zeigen braucht ein Experiment oder ein Argument über den Mechanismus.
Ist das die Korrelation nach Pearson oder nach Spearman?
Pearsons r, der übliche Korrelationskoeffizient, der misst, wie gut eine Gerade zu den Werten selbst passt. Der Koeffizient nach Spearman wendet dieselbe Formel stattdessen auf die Ränge der Werte an; dadurch misst er jeden stetig steigenden oder fallenden Zusammenhang und reagiert weniger empfindlich auf Ausreißer.
Warum steht r als Quadratwurzel da?
Weil das sein exakter Wert ist. r² ist bei Daten, die du eintippen kannst, immer ein Bruch, also ist r die Wurzel aus diesem Bruch mit einem Vorzeichen: √15/5 für den Lehrbuch-Datensatz. Die Dezimalzahl 0,7746 steht als Näherung daneben, und an ihr liest die Einordnung der Stärke ab.
Wie viele Punkte brauche ich?
Hier mindestens drei. Bei zwei Punkten ist r immer 1 oder -1, weil durch zwei Punkte immer eine Gerade geht, die Zahl sagt also nichts über die Daten. Auch bei wenigen Punkten kann r stark schwanken, nimm ein r aus fünf Punkten also nur als grobe Einschätzung.